Schwimmen für den guten Zweck:

Benefiz-Schwimmen in der Oberlausitz

Ursprünglich sollten am 08.05.2021 6 Staffeln à 6 Schwimmer ihre Bahnen im Erlebnisbad Cunewalde für einen tierisch guten Zweck ziehen.

Nun fand am vergangenen Wochenende das Benefiz-Schwimmen, initiiert vom Tierschutz Oberlausitz / Dreiländereck, aufgrund der andauernden pandemischen Lage, nur symbolisch statt.

 

Melli Reiche vom Tierschutz Oberlausitz / Dreiländereck und der zuständige Bademeister des Erlebnisbades Cunewald wagten sich in das 13 Grad kühle Wasser und bewältigten gemeinsam ganze 150 Bahnen!

Trotz des Ausfalls der Veranstaltung, unterstützten alle Sponsoren weiterhin die Aktion. Zusammen kam so ein Betrag von 2.900€, der vollständig an die Vereine und Tierheime in der Oberlausitz geht, die sich für das Tierwohl im Dreiländereck einsetzen.

Wie uns Melli Reiche vom Tierschutz Oberlausitz / Dreiländereck im Interview erzählte, hat sich die Lage in den vergangenen Monaten für zahlreiche Vereine und Tierheime dramatisch zugespitzt. Einige stehen kurz vor dem Ruin und sind auf jede Art von Hilfe angewiesen.

Wir als Little John Bikes möchten die Gelegenheit nutzen, um euch auf eine große Problematik hinzuweisen und euch zum aktiv werden zu bewegen!

Denn der Haustier-Boom, hat weniger den Vereinen und Tierheimen geholfen, sondern vielmehr den illegalen Welpenhandel gefördert. Besonders im Grenzgebiet werden täglich illegale Welpentransporte angehalten. Was viele jedoch nicht wissen, ist dass die abgefangenen Tiere in unseren Tierheimen unterkommen, bis die Besitzansprüche geklärt sind. Diese Tiere zu unterhalten und ggf. medizinisch behandeln zu lassen belastet die Tierheime zusätzlich. Sobald die Besitzansprüche geklärt sind, erhält der Händler die Tiere nämlich in aller Regel ohne weitere Kosten zurück, sodass der Verein bzw. das Tierheim auf den Kosten sitzen bleibt.

Und dies ist nur ein trauriges Beispiel, weshalb die Kosten der Tierheime so häufig die Einnahmen übersteigen. Zumal eine große Einnahmequelle mit den Pensionsangeboten vieler Tierheime versiegt ist, da bei Menschen während der Pandemie nicht mehr verreisen.

Zudem muss man sich darüber im Klaren werden, dass Tierheime für viele Tiere nicht bloß eine Durchlaufstation sind. Trotz der erhöhten Nachfrage nach Haustieren aufgrund der Pandemie, bleiben viele Tiere aufgrund von medizinischen Problemen, des höheren Alters oder auch der Rasse im Fall von sogenannten Listenhunden im Tierheim. Diese Tiere sind es jedoch, die die größte finanzielle Belastung für die Tierheime bedeuten. Somit hat die Corona-bedingte  Nachfragesteigerung die Tierheime durchaus leerer gemacht, jedoch hat es die Tierheime finanziell nicht entlastet.

 

Doch wir alle haben die Möglichkeit zu helfen und so auch zu entlasten. Dies beginnt bei einer finanziellen Spende und führt über zahlreiche Wege hin zur Hilfe durch die eigene Muskelkraft. Im Rahmen unseres Social Days in diesem Jahr, werden wir beispielsweise das Tierheim Pirna unterstützen, indem wir unsere Büros verlassen und dem Tierheim einen neuen Anstrich verpassen.

Was wir damit sagen wollen ist, dass jeder helfen kann. Einige Unternehmen und Privatpersonen hat die Pandemie härter getroffen, einige weniger hart. Doch jeder kann die Vereine und Tierheime im Rahmen seiner Möglichkeiten unterstützen und helfen.

Aktuell steht die Mai-Kätzchen-Saison vor der Tür und die Tierheime können unsere Hilfe sehr gebrauchen. Setzt euch mit eurem Team oder eurer Familie zusammen, überlegt was ihr tun könntet und sprecht mit dem Vereinen und Tierheimen in eurer Nähe.

Wenn jeder einen Beitrag leistet, können wir gemeinsam großes bewirken!