Das fertige Mural zum Projekt ilovecottbus

GEMEINSAM GABEN WIR COTTBUS FARBE #ilovecottbus

Cottbus ist Vielfalt! Die Stadt ist Heimat, Rückzugsort, grüne Oase, Begegnungsplatz, Erholungsgebiet, das Tor zum Spreewald und eine  internationale Sporthochburg.  Aber vor allem ist Cottbus eins: Eine lebendige und l(i)ebenswerte Stadt!

Aber ist das jedem bewusst?

Bild und Image einer Stadt werden immer von Menschen geprägt und gestaltet. Politik, Organisationen und Verwaltung bilden dabei nur einen Bruchteil des Ganzen. Den wesentlichsten Beitrag leisten jene Menschen, die mit und in ihrer Stadt interagieren und Verantwortung übernehmen.

Mit #ilovecottbus haben wir allen, denen Cottbus am Herzen liegt, eine einfache Möglichkeit zur Interaktion, Mitgestaltung und Kreation geboten.

Durch geballte Kreativität und Ideen haben wir es geschafft, Cottbus mehr Farbe zu geben und allen, die es sehen wollen, zu zeigen wie schön diese Stadt ist – mit all ihren verschiedenen Facetten.

Unser Ziel war es, gemeinsam mit Euch ein aufmerksamkeitsstarkes Motiv im Streetart-Stil als übergroße Fassadengestaltung, auch Mural genannt, im Herzen der Stadt entstehen zu lassen.

Und gemeinsam ist uns dies auch gelungen! Gemeinsam sind wir ein Teil unserer Lieblingsstadt Cottbus geworden.

Zeitachse mit den Eckdaten des Projekts ilovecottbus

Im Dezember 2020 haben wir euch aufgefordert, gemeinsam mit uns Cottbus bunter zu machen. Mithilfe eurer Lieblingsorte, persönlichen Geschichten, Erinnerungen und Ideen wollten wir ein Kunstwerk erschaffen, das euer ganz persönliches Cottbus widerspiegelt.

Innerhalb von 6 Monaten gingen unglaubliche > 100 Einreichungen von euch ein – über 100 Facetten einer l(i)ebenswerten Stadt, die wir in die Welt hinaus tragen konnten!

Alle Teilnehmer sicherten sich, zusätzlich zu der Möglichkeit auf dem Mural verewigt zu werden, die Möglichkeit auf zahlreiche tolle Preise – gesponsert von unseren großzügigen Projektpartnern.

Alle Ideen waren durch die persönlichen Geschichten, die dahinter steckten, etwas ganz besonderes. Doch leider konnten es nicht alle Motive an das #ilovecottbus Mural schaffen.

Aus diesem Grund beauftragten wir eine Jury, bestehend aus der Projektkoordination, den Cottbuser Künstlern und unserer Projekt-Testimonial Emma Hinze, die 30 repräsentativsten Motive auszuwählen.

Diese 30 stellten wir zur Abstimmung bereit, denn die finale Entscheidung, welche Motive ein Teil von Cottbus werden, sollte bei der Community, die mittlerweile aus dem Projekt entstanden war, liegen.

6 Wochen lang konntet ihr online für eure Favoriten abstimmen. Über 300 Personen haben ihre Stimme genutzt und aktiv mitbestimmt.

Die Siegermotive übergaben wir anschließend den Künstlern, die sich Anfang September an die Umsetzung des Murals machten. 4 Wochen arbeiteten die Künstler an dem Riesen-Wandgemälde bis es schließlich am 16.09.2021 feierlich eingeweiht wurde.

Über den gesamten Zeitraum wurde das Projekt über Social Media begleitet. Schaut doch mal vorbei und entdeckt zahlreiche Einreichungen, berühmte Unterstützer, Orte, Fakten uvm. rund um Cottbus!

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Das finale Mural im Video

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ilovecottbus-Mural im Zeitraffer

Die vier angeleuchteten Blöcke des Kraftwerks Jänschwalde im Dunkeln

Die Geschichten hinter den Motiven

Geballte Energie

Cottbus ist meine Heimat ich bin  hier aufgewachsen und sehe jeden Tag wie sich meine Stadt verändert sehe wie die Menschen hier anpacken und neues schaffen . Bin aber auch in Gedanken bei den  Menschen die sich im Strukturwandel  um ihren Arbeitsplatz sorgen  um das danach wie z.B. bei der Braunkohle . Dieses Foto hier wird es wohl so nicht mehr geben als noch alle 4 Blöcke des Kraftwerkes Jänschwalde in Betrieb waren und in der Dunkelheit weit sichtbar waren.   Ich wünsche den Künstlern für diese Aktion viel Erfolg und Spaß  😉

René Engel

Visualisierung sorbischer Trachten

Lubujom Chóśebuz

Ich liebe Cottbus, weil … diese Stadt meine zweite Heimat geworden ist! Als gebürtige US-Amerikanerin, die Germanistik studiert hat, habe ich viel Zeit in vielen verschiedenen deutschen Städten verbracht, um die deutsche Sprache zu erlernen. Trotz allem, was ich in Düsseldorf oder Bamberg, Schwerin oder Berlin erlebte, habe ich nur in Cottbus neue Wurzeln schlagen können. Dies gelang mir zum einen, weil mein Mann Cottbuser mit niedersorbischen Vorfahren ist und mir die Stadt immer von ihren schönsten Seiten gezeigt hat. Durch ihn genieße ich eine familiäre Verbindung zu Cottbus. Andererseits wurde diese Verbindung wesentlich dadurch verstärkt, dass die Stadt mich auch ganz von sich aus, auf natürliche Weise in ihren Bann gezogen hat. Gründe dafür gibt es vielerlei: die Menschen, die ich hier kennengelernt habe, die faszinierende Kultur inklusive der niedersorbischen Sprache und Traditionen, das vom Jugendstil geprägte Stadtbild, die zahlreichen Wander- und Fahrradwege entlang der Spree, und nicht zuletzt die Lausitzer Kartoffeln mit Quark und Leinöl (ein Gericht, das mir völlig neu war). Als nebenberufliche Künstlerin und Illustratorin habe ich das Glück, meiner Begeisterung von Cottbus in einer Zeichnung Ausdruck verleihen zu können. Ich habe mich für ein Motiv entschieden, das insbesondere das sorbische Flair der Stadt und der Region hervorhebt und außerdem den Cottbuser Postkutscher zeigt. Dieses Motiv ist für mich außerdem sehr bedeutsam, weil es mich ein wenig an meine Hochzeit erinnert, auf der ich ein von der sorbischen Tracht inspiriertes Kleid getragen habe und mein Mann genau wie der Postkutscher einen schicken Zylinder auf hatte  – es war eine Lausitzer Hochzeit mitten in den USA!

Emily Barthold

Ein Eisvogel auf einem Ast

Eisvogel ganz nah

Ich liebe Cottbus, weil … die Vielfalt in der Natur hier so schön ist. Bedingt durch den Lockdown bin ich zur Vogelfotografie gekommen und habe gelernt das das schöne hier direkt vor der Haustür sein kann. Eisvögel hatte ich bis dato zwar mal gesehen, aber nie gedacht das sie hier an der Spree, 10min vor der Haustür, leben. So begann die Jagd nach dem Foto, welche am 15.01.21 ihren Höhepunkt fand 🙂 In dem knapp einem Jahr habe ich viel über die Natur in und um Cottbus gelernt und deswegen verbinde ich den Eisvogel mit unserer schönen Stadt und finde, dass er ein schönes Motiv an der Wand abgeben könnte, auch um die Menschen daran zu erinnern, mit offenen Augen durch Ihre schöne Heimat zu laufen 🙂

Steve Seiffert

Von Kindern gemaltes Bild über die Sehenswürdigkeiten von Cottbus

Unser Cottbus

Wir lieben Cottbus, weil … hier viele Ausflugsmöglichkeiten vorhanden sind. Wir wünschen uns, dass diese erhalten und gepflegt werden. Für die Innenstadt wünschen wir uns einen großen Spielplatz mit Bänken für Omas & Opas, Muttis & Vatis. Außerdem könnte es eine Hasenwiese geben, wo man die Hasen während des Picknicks beobachten könnte.

Hort der Carl-Blechen-Grundschule

Visualisierung des Spremberger Turms

Unser Spremberger Turm

Ich liebe Cottbus, weil … ‚der Dicke‘ auch triste graue Container im neuen Licht erstrahlen lässt. (fotografiert am Stadion der Freundschaft)

Frank P.

Der Graffiti-Künstler Dirk Hiekel aka Koenichson

Die Künstler

Dirk Hiekel (Koenichson)

„Ich bin Dirk aka Koenichson und bin in Cottbus geboren und aufgewachsen. Ich habe meine Kindheit und Jugend in Sachsendorf verbracht. Dort kam ich schon recht früh mit der HipHop Kultur und allem was dazu gehört in Verbindung. Am allermeisten Interesse hatte ich jedoch am Graffiti. Meine Skills wurden dann z.B. im Jugendclub ‚Humi‘ gefördert und vertieft. Das Humi gilt schon sehr lange als Zentrum der Graffitiszene in Cottbus. Ich bekam dort die Chance mein Hobby legal ausleben zu können.

Ich komme ursprünglich aus dem Handwerk und bin gelernter Stuckateur. So richtig erfüllt hat mich dieser Beruf aber nie. Irgendwann fing ich dann an kleine Aufträge anzunehmen, bis ich mich irgendwann vollkommen selbstständig machte. Seitdem ist mein Hobby auch mein Beruf und ich kann mir nichts besseres vorstellen.

Mittlerweile zieren bereits mehrere Murals von mir die Wände von Cottbus. Natürlich bin ich mit dabei, wenn Cottbusser ihre eigene Stadt sehen, initiieren und erlebbar machen wollen.“

Der Graffiti-Künstler Glenn Buchholz aka Glönn

Glenn Buchholz (Glönn)

„Ich bin Glönn und bin in Cottbus geboren und aufgewachsen.

Graffiti fand ich zwar schon immer spannend, aber ich war in meiner künstlerischen Entwicklung lange Zeit kaum in der Sprayerszene unterwegs. Meine ersten Erfahrungen mit der Dose habe ich tatsächlich mit Dirk gesammelt, der schon länger im Graffitimilieu unterwegs war. Deswegen freu ich mich umso mehr, dass ich mit ihm zusammen an diesem Projekt arbeiten kann.

Nach meinen ersten Versuchen habe ich mich sofort in das neue Medium verliebt und die neuen Möglichkeiten, die sich dadurch boten, schätzen gelernt.

Das Projekt an sich finde ich super. Zum einen regt man die Leute dazu an, über besondere Momente in der Stadt nachzudenken und andererseits kann man dadurch auch viele neue Blickwinkel auf die Stadt gewinnen. Ich mag, wie Cottbus funktioniert. Es ist facettenreich und gleichzeitig überschaubar. Man kennt seine Leute, es ist nicht so anonym wie in manch anderen Großstädten. Aber es ist langsam an der Zeit, dass Cottbus bunte Wände bekommt!“