Ein Mann lächelt freundlich in die Kamera und steht vor einem See.

Heiko goes Rennsteig 175 Kilometer mit dem Gravelbike

06.10.2023

Unser Heiko ist, wie viele unserer Little John Bikes-Mitarbeiter:innen, nur schwer von seinem Fahrrad herunterzubekommen. Kaum ist die eine Tour beendet, grübelt er am Mittagstisch schon wieder, wo es am nächsten Wochenende hingehen könnte. Strecken für Jedermann sind dabei nicht so sein Ding. Er sucht die Herausforderung. Einer solchen hat er sich vor wenigen Wochen angenommen, als er den Plan geschmiedet hat, den Rennsteig mit dem Gravelbike zu erradeln – und das an einem Tag!

Ob Heiko dieses Unterfangen geglückt ist und was er während der Tour erlebt hat, verraten wir dir schon in Kürze im 2. Teil seines Reiseberichtes. Hier und heute starten wir aber ganz am Anfang der Etappe, nämlich bei der Entstehung dieser verrückten Idee und der Planung der Route. Niedergeschrieben wurden die Schritte der Vorbereitung natürlich von Heiko höchstpersönlich. Doch jetzt genug des Intros. Jetzt übernimmt Heiko das Wort. Ready for Profitipps? Let`s go!

Warum den Rennsteig nicht mit dem Gravelbike meistern?

Die Idee kam uns – das sind mein Kumpel Stephan und ich – bei der letzten großen Tour im Juni als wir von Aachen nach Görlitz mit dem Rennrad gefahren sind. Wir philosophierten über die nächsten Projekte, die man angehen könnte. Mein Teamkollege hatte die Idee, doch mal den Rennsteig mit dem Gravelbike als ambitionierte „Ein-Tages-Tour“ zu befahren. Bei solch verrückten Sachen bin ich eigentlich immer dabei und schon stand das nächste Abenteuer für uns fest.

Der Start des Rennsteigs mit vielen Wanderstiefeln
Aussicht auf dem rennsteig. Im Vordergrund ist ein Fahrradlenker zu sehen.
Ein Glücksstein wird in der Hand gehalten.

Was macht den Rennsteig so besonders?

Der Rennsteig erstreckt sich von der Mitte des Werratals bis zum Oberlauf der Saale und verläuft als Höhenweg entlang des Kammes des Thüringer Waldes und des benachbarten Thüringer Schiefergebirges. Er reicht bis in den nördlichen Teil des Frankenwaldes. Der Saga nach beginnt eine Wanderung entlang des Rennsteigs mit einem kleinen Kieselstein, der dich auf der gesamten Route begleiten wird. Dieser Tradition folgend sollte jeder Wanderer – oder in unserem Fall Radfahrer – am Startpunkt in Hörschel einen Stein aus der Werra fischen und ihn gut verstauen. Erst wenn man diesen am Ziel in Blankenstein in die Selbitz wirft, gilt das Rennsteig-Abenteuer als geglückt. Natürlich sind auch wir nicht ohne einen „Glücksstein“ zu unserem Abenteuer aufgebrochen.

Bekannt und beliebt ist der rund 170 Kilometer lange Höhenweg vor allem unter Wanderern, doch auch zum Biken bietet sich der Großteil des Rennsteigs super an. Da aber nicht jeder Meter mit dem Bike befahrbar ist, muss man sich etwas Zeit für die Routenplanung nehmen.

Wie haben wir unsere Rennsteig-Tour geplant?

Als Planungstool kam wie immer Komoot zum Einsatz. Als grobe Orientierung haben wir uns von der offiziellen Rennsteig-Website das Strecken File der Radroute als *.gpx Datei heruntergeladen und in Komoot importiert. Diese Strecke haben wir dann noch etwas angepasst, da uns die Originalroute vom Rennsteig-Wanderweg etwas zu sehr abwich. Wir haben auch noch ein paar Gipfel und Höhenmeter hinzugefügt. Die Single Trails und stark verwurzelten Pfaden sind bei Komoot sehr gut gekennzeichnet, sodass wir diese einfach durch gut ausgebaute Waldwege ersetzt haben. Generell ist der Rennsteig mit vielen gut befestigten Forstwegen durchzogen, auf den man super mit dem Gravelbike dahin rollen kann.

Wichtig ist bei der Planung von Ausfahrten, die länger als drei oder vier Stunden dauern, dass man Orte entlang der Route sucht und markiert, wo man sich mit Flüssigkeit und Nahrung versorgen kann. Da der erste Teil der Route mehr Höhenmeter prozentual der zurückgelegten Strecke enthält und wir für den ersten Tourenabschnitt mehr Zeit benötigten als für den zweiten, haben wir die ersten beiden Pausen etwas vorgezogen.

Die geplanten Pausen 

  1. Nach 34km „Großer Inselberg“ 916 m ü. NHN
  2. Nach 66km „Oberhof“ 815 m ü. NHN
  3. Nach 124km „Neuhaus am Rennsteig“ 830 m ü. NHN
Ein Mann fährt bei Sonnenschein einen gut befestigten Weg entlang.
Ein Mann fährt mit dem Gravelbike einen gut befestigten Weg entlang.

Wie sich Heiko und Stephan unterwegs versorgt haben und was auf keinen Fall in ihren Taschen fehlen durfte, um die Tour zu einem unvergesslichen Erlebnis zu machen, erfährst du schon bald in Teil 2 des Reiseberichtes.

Bildnachweis
Alle Bilder von Little John Bikes – Heiko Mann