Ein Mädchen steht im Herbst mit rosa-weißem Fahrrad auf einem Weg und lacht

Der kleine Beitrag Heute: Sicherer Schulweg im Herbst

08.11.2022

Der Wecker klingelt, doch statt von der strahlenden Sonne angelacht zu werden, sehen wir aktuell zu früher Stunde nur eines: Dunkelheit. Der direkte Kurs Richtung Winter führt uns durch ziemlich trübe Morgen, was besonders für die Kleinen zu einer großen Gefahr im Straßenverkehr werden kann. Deswegen widmen wir uns in dieser Woche der Frage, wie wir den Schülerinnen und Schülern dabei helfen können, sicher im Unterricht anzukommen.

Dass Kinder ihren Alltag mehr und mehr selbstständig bewältigen können, ist vielen Eltern rund um den Schuleintritt ihrer Sprosse wichtig. Dazu gehört auch, dass sie den Schulweg ab einem gewissen Alter allein bewältigen können. Doch genau an dieser Stelle beginnen auch die großen Sorgen und Bedenken, ob das wirklich eine gute Idee ist. Laut einer Umfrage von 2020 waren sich 40,2 Prozent der Befragten einig, dass mehr von ihnen ihre Kinder mit dem Fahrrad zur Schule fahren lassen würden, wenn die Schulwege sicherer wären. Die Schulwege selbst können wir leider nicht verändern, doch wir haben ein paar Tipps, mit denen die Fahrradfahrt mit einem besseren Gefühl für Klein und Groß gemeistert werden kann.

Mädchen mit blau-weißem Fahrradhelm und Fahrradhandschuhen

Sicherer Schulweg: Sehen und gesehen werden

Das A und O im Straßenverkehr lautet „Sehen und gesehen werden“. Im November wird es in Deutschland erst deutlich nach 7 Uhr morgens so richtig hell. Zu dieser Uhrzeit stehen viele Schulkinder bereits in den Startlöchern für einen neuen Schultag oder sind schon auf dem Weg zur ersten Unterrichtsstunde. Daher gilt: Das Fahrrad muss mit ausreichender und zulässiger Beleuchtung ausgestattet sein. Verpflichtend sind:

  • ein weißer Reflektor, der nach vorn gerichtet ist (kann im Scheinwerfer integriert sein),
  • ein roter Großflächenreflektor am Hinterrad, der mit einem „Z“ markiert ist,
  • gelbe Rückstrahler an den Pedalen,
  • Reflektoren an den Reifen und Speichen

Auch die bevorzugt helle Kleidung sollte Reflektoren aufweisen. Ist das nicht der Fall, gibt es entsprechende Streifen zu kaufen. Diese müssen einfach nur auf die Jacke geklebt werden und schon erhöht sich die Sicherheit im Herbst um ein Vielfaches. Ein gut sitzender Helm darf niemals fehlen und eine Fahne, die im hinteren Bereich des Fahrrads montiert wird, macht ein Kinderfahrrad zwischen parkenden Autos sichtbar.

Sicher zur Schule im Herbst: Üben, üben, üben

Wo wir schon beim Thema Fahranfänger sind: Kinder sollten erst dann selbstständig den Schulweg bestreiten, wenn sie wirklich sicher auf dem Kinderfahrrad unterwegs sind. Sie sollten ihr Bike gut unter Kontrolle haben und auch auf Unvorhergesehenes reagieren können. Um das zu gewährleisten, hilft nur regelmäßiges Üben – auch unter Schlecht-Wetter-Bedingungen. Versuche daher, dein Kind so gut es nur geht auf die Herausforderungen im Straßenverkehr vorzubereiten. Fahrt dafür verschiedene Strecken, erprobt auch mal unwegsameres Gelände. Nimm dir Zeit, verschiedene Situationen zu erklären.

Sicherer Schulweg: Die Gesetzesgrundlage

Schicke deinen Nachwuchs nicht zu früh in die Spur, sondern gib ihm Zeit, sich in seiner neuen Rolle einzufinden. Wichtig ist: Bis zum 8. Geburtstag müssen Kinder mit dem Fahrrad den Gehweg benutzen. Erst ab dem vollendeten 10. Lebensjahr müssen sie wie die Großen am Straßenverkehr teilnehmen. In diesem Alter steht dann auch die Schulfahrradprüfung an. Unabhängig davon gibt es aber verschiedenste Fahrtrainings, wie sie beispielsweise die Pedalinos Kids-Bike-Academy anbietet.

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