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Vor- und Nachteile von Fahrradleasing: Lohnt sich das Dienstrad wirklich?

Spoiler: Kann sich lohnen, muss es nicht.

Ein Portrait von Lisa Augustin im Fahrradtrikot - Fahrradbloggerin, Radfahrerin und Genussbikerin.

Lisa Augustin

Genussbikerin

Zuletzt geändert:09.08.26

Frau steht mit ihrem Citybike vor einer  Wand im Freizeitlook.

Ein richtig gutes Fahrrad kann schnell ein paar Tausend Euro kosten. Und selbst wenn das Wunschrad theoretisch ins Budget passt: 4.000 Euro auf einmal ausgeben? Muss man erst mal wollen.

Genau hier wird Fahrradleasing für viele Arbeitnehmer interessant. Statt das neue Rad direkt zu kaufen, kannst du es über deinen Arbeitgeber leasen. Die monatliche Rate wird bei vielen Leasingmodellen über den Bruttolohn abgerechnet. Je nach Unternehmen kommt sogar noch ein Zuschuss dazu.

Klingt nach einer ziemlich guten Sache.

Ist es auch – wenn das Modell zu dir passt.

Denn ob JobRad, BusinessBike oder ein anderer Leasinganbieter: Entscheidend ist nicht das schönste Rechenbeispiel, sondern was am Ende für dich herauskommt.

Zeit für eine ehrliche Pro-und-Contra-Liste. Die Argumente haben wir für dich gesammelt. Bewerten musst du sie letztlich aber selbst. Weil deine persönliche Situation individuell ist.

Fahrradleasing – was war das noch mal?

Beim Dienstradleasing stellt ein Unternehmen bzw. Arbeitgeber seinen Mitarbeitenden ein Fahrrad oder E-Bike zur Verfügung. Ein Fahrradleasing gibt’s übrigens auch für Selbstständige. Häufig läuft das über eine sogenannte Gehaltsumwandlung: Ein Teil des Gehalts wird für die Leasingrate verwendet. Die private Nutzung des Dienstfahrrads ist in vielen Modellen ebenfalls möglich und kann einen geldwerten Vorteil darstellen.

Wie Fahrradleasing – oder umgangssprachlich auch Bikeleasing – genau funktioniert, ist ein eigenes Thema. Hier geht's um was viel Wichtigeres: Was spricht dafür und was dagegen?

„Das Prinzip ist ähnlich wie beim Dienstwagen – nur eben mit weniger Parkplatzsuche und weniger Spritkosten."

Lisa Augustin

Vorteil 1: Dein Traum vom Fahrrad wird wahr!

Das ist wahrscheinlich einer der größten Pluspunkte. Du kannst dir dein absolutes Traumrad gönnen.

Ein absolutes Traumfahrrad von Trek mit Spotlight präsentiert.

Ok. Es muss nicht gleich das High End Rennrad von Trek sein – aber ich denke, du weißt, was ich meine. ;-)

3.000, 4.000 oder 5.000 Euro direkt für ein Fahrrad oder E-Bike bezahlen? Da schlucken viele erst einmal. Eine monatliche Leasingrate fühlt sich anders an. Jeden Monat nur einen kleinen Betrag.

Und das führt dann eben auch dazu, dass man oft ein höherwertigeres Fahrrad nimmt, als man es beim Direktkauf getan hätte.

Genau das kenne ich auch aus meinem Freundeskreis: Über Leasing wurden Räder interessant, bei denen der Betrag beim Direktkauf eine echte Hemmschwelle gewesen wäre. Ne Freundin hat ewig hin und her überlegt, ob sie sich ein neues Gravelbike holen soll oder nicht. Ihr altes Fahrrad war viel zu schwer und die Komponenten klassische Einstiegskomponenten. Über das Dienstradleasing hat sie sich jetzt ein Mittelklasse-Gravelbike geholt und seitdem fährt sie viel öfter Fahrrad. Aber ohne das Leasing hätte sie es sich vermutlich nie geholt.

„Mit nem Fahrrad, welches dir Spaß macht, fährst du auch viel öfter."

Lisa Augustin

Vorteil 2: Steuervorteile und Ersparnis

Können drin sein. Nicht: müssen.

Beim Leasing über eine Gehaltsumwandlung wird die Rate häufig vom Bruttolohn abgezogen. Dadurch können sich Steuervorteile ergeben und auch die Sozialabgaben können sich verändern.

Was davon am Ende tatsächlich bei dir ankommt, hängt von verschiedenen Faktoren ab: deinem Gehalt, deiner Steuerklasse, dem Fahrradpreis, den Konditionen des Leasinganbieters und natürlich davon, ob dein Arbeitgeber einen Zuschuss zahlt.

Entscheidend ist deshalb nicht allein die Leasingrate, sondern deine tatsächliche Nettobelastung.

  • Wie viel weniger Geld landet durch das Leasing jeden Monat auf deinem Konto?

  • Welche Leistungen sind darin enthalten? Was übernimmt dein Unternehmen?

  • Und welcher Betrag kommt über die komplette Laufzeit zusammen?

Genau da lohnt sich der Taschenrechner. Oder auch ein Online-Rechner. Wir rechnen das sonst auch gerne mal mit dir gemeinsam durch in einer unserer Filialen.

Denn ein tolles „Du sparst X Prozent“ sagt noch ziemlich wenig darüber aus, ob dieses konkrete Leasingmodell für dich wirklich günstiger ist.

"Du musst es dir tatsächlich ausrechnen. Denn es lässt sich nicht pauschal sagen, wie viel Prozent du dadurch sparen kannst."

Lisa Augustin

Vorteil 3: Versicherung, Wartung und Inspektion

Je nach Vertrag gehören Versicherung, Wartung und weitere Serviceleistungen wie regelmäßige Inspektionen zum Leasing oder können zusätzlich gebucht werden.

Das kann sich richtig lohnen! Gerade wenn du viel fährst und dementsprechend auch immer wieder Verschleißteile ausgewechselt werden müssen.

Fahrradservice mit zwei Mitarbeitern am aufgehängten Rad, dahinter Werkzeugwand und Schild „SHIMANO SERVICE CENTER

ABER: Ein Servicepaket bringt halt auch nur was, wenn deine Werkstatt nicht ne Stunde entfernt liegt und du jedes Mal ’ne halbe Weltreise auf dich nehmen musst.

Bei Little John Bikes denken wir deshalb nicht nur bis zur Übergabe des Fahrrads. Mit unserem deutschlandweiten Filial- und Servicenetz begleiten wir dich auch nach dem Kauf – damit aus dem neuen Dienstrad nicht irgendwann ein ziemlich teurer Kellerbewohner wird.

Vorteil 4: Mit dem Rad zur Tat

Noch ein Vorteil, der sich schlecht in einen Leasingrechner packen lässt: Vielleicht ersetzt das neue Rad auf dem Arbeitsweg öfter mal das Auto.

Gerade ein E-Bike kann längere Strecken alltagstauglicher machen. Aus „Heute nehme ich lieber das Auto“ wird dann vielleicht öfter „Ach komm, ich fahr mit dem Rad“.

Das bringt Bewegung in den Alltag und macht das Fahrrad zu einer praktischen Alternative zum Dienstwagen oder privaten Pkw. Und spart Sprit.

Ob das bei dir funktioniert, hängt natürlich von Strecke, Wetter und persönlicher Situation ab. Aber wenn dein geleastes Rad regelmäßig für den Arbeitsweg genutzt wird, dann solltest du das in deine Rechnung mit einbeziehen.

Frau auf dem Weg zur Arbeit mit ihrem geleasten Fahrrad.

Nachteil 1: Du bindest dich für mehrere Jahre

Ein Leasingvertrag läuft typischerweise über einen längeren Zeitraum. Und in dieser Zeit kann einiges passieren.

Vielleicht wechselst du den Arbeitgeber. Vielleicht verändert sich deine berufliche oder finanzielle Situation. Oder dein Unternehmen stellt das Leasingmodell um.

Deshalb solltest du vor der Unterschrift nicht nur fragen:

„Was kostet mich das monatlich?“

Sondern auch:

„Was passiert, wenn sich bei mir etwas ändert?“

Welche Konditionen gelten beispielsweise bei einem Jobwechsel? Kann das Rad übernommen werden? Was passiert mit einem bereits geleasten Fahrrad? Und welcher zusätzliche Betrag könnte im ungünstigsten Fall auf dich zukommen?

Die Antworten können sich von Leasinganbieter zu Leasinganbieter unterscheiden.

Vorher klären. Hinterher weniger fluchen.

Nachteil 2: Kaufen kann trotzdem günstiger sein

Ein klassischer Fall:

Das Wunschrad hat einen Listenpreis von 4.000 Euro, steht beim Händler aber gerade deutlich reduziert im Laden.

Beim Leasing können je nach Anbieter und Vertrag andere Berechnungsgrundlagen gelten als beim Direktkauf. Dann können die vermeintlichen Steuervorteile plötzlich kleiner aussehen als die Ersparnis beim Händler im Sale.

Deshalb lautet der faire Vergleich nicht:

Listenpreis vs. monatliche Leasingrate.

Sondern:

Was kostet mich genau dieses Rad beim Direktkauf – und welchen Betrag zahle ich beim Leasing insgesamt?

Dazu gehören auch Versicherung, Wartung, Inspektion und mögliche Kosten am Ende der Laufzeit.

Ob JobRad, BusinessBike oder ein anderer Leasinganbieter: Schau dir die konkreten Konditionen an. Das Logo auf dem Vertrag entscheidet nicht darüber, ob sich das Angebot für dich lohnt – die Zahlen tun es.

Nachteil 3: Weniger Sozialabgaben sind nicht immer besser

Die Gehaltsumwandlung ist einer der Gründe, warum Fahrradleasing für Arbeitnehmer oft finanziell interessant ist

Sie hat aber auch eine Kehrseite.

Wenn durch die Leasingrate das sozialversicherungspflichtige Bruttogehalt sinkt, können sich dadurch auch die Sozialabgaben und daraus abgeleitete Ansprüche verändern.

Wie relevant das in deinem persönlichen Fall ist, hängt unter anderem von deinem Einkommen und der konkreten Gestaltung des Leasings ab. Sollte aber mitgedacht werden.

Deshalb sollte bei der Rechnung nicht nur stehen:

„Wie hoch ist meine Nettobelastung diesen Monat?“

Sondern auch:

„Welche finanziellen Auswirkungen hat das Leasing insgesamt für mich?“

Gerade bei mehreren Jahren Laufzeit gehört dieser Punkt auf die Pro-und-Contra-Liste.

Nachteil 4: Was darfst du an deinem Leasingrad selbst machen?

Den Punkt hatte ich selbst schon auf dem Tisch.

Als Fahrradleasing vor fast zehn Jahren gerade größer und bekannter wurde, habe ich tatsächlich darüber nachgedacht. Für mich gab es damals allerdings einen ziemlich entscheidenden Haken: Mir wurde gesagt, dass Änderungen am Rad beziehungsweise bestimmte Arbeiten über die Werkstatt laufen müssten.

"Ich fahre Tubeless am Mountainbike. Und wenn ich das nicht machen darf, dann ist das für mich ein Dealbreaker."

Lisa Augustin

Heutzutage sehen das die Leasinganbieter zum Glück etwas lockerer. Trotzdem würde ich genau diese Frage vorab stellen.

Darfst du Reifen oder Kette selbst wechseln (wenn du es tun willst)? Kannst du dein Rad nach einem Bikefitting einfach umbauen oder umbauen lassen? Welche Arbeiten müssen über eine Werkstatt laufen? Und welche Wartung ist ohnehin schon über das Servicepaket bezahlt?

Denn manchmal ergibt Selbermachen finanziell gar keinen Sinn, weil du die entsprechende Leistung längst mitbezahlst.

Andererseits: Wenn du wegen jeder Kleinigkeit weit bis zur nächsten Werkstatt fahren musst, entsteht zusätzlicher Aufwand.

Mountainbiker auf einem hochwertigen KTM Fahrrad im Wald.

Nachteil 5: Was passiert mit dem Restwert?

Nach der Leasinglaufzeit stellt sich irgendwann die große Frage:

Und jetzt?

Je nach Leasinganbieter und Vertrag kann es unterschiedliche Regelungen für das Ende der Laufzeit geben. Für viele Leasing-Nutzer ist natürlich besonders interessant, ob sie ihr liebgewonnenes Rad anschließend übernehmen können und welcher Restwert beziehungsweise Übernahmepreis dafür angesetzt wird.

Verlass dich dabei nicht einfach auf irgendein Beispiel aus dem Internet.

Schau dir an, was dein konkreter Anbieter und Vertrag vorsehen und welche Aussagen zur möglichen Übernahme tatsächlich verbindlich sind.

Denn wenn du drei Jahre lang auf einem Rad unterwegs warst und es richtig ins Herz geschlossen hast, möchtest du wahrscheinlich wissen, ob daraus irgendwann auch offiziell dein Rad werden kann. <3

Fahrradleasing vs. Direktkauf: Ein Beispiel

Nehmen wir an, eine Mitarbeiterin oder ein Mitarbeiter möchte ein hochwertiges E-Bike leasen.

Der Arbeitgeber bietet Fahrradleasing an, beteiligt sich mit einem Zuschuss und übernimmt zusätzlich einen Teil der Versicherung oder Wartung. Durch die Gehaltsumwandlung entstehen außerdem steuerliche Effekte.

In diesem Fall kann die Nettobelastung deutlich niedriger ausfallen als die eigentliche monatliche Leasingrate.

Klingt gut.

Jetzt drehen wir den Fall um: Das gleiche Fahrrad gibt es beim Händler gerade stark reduziert, das Unternehmen zahlt keinen Zuschuss und für Versicherung, Wartung und Service kommen weitere Kosten hinzu.

Dann kann der Direktkauf interessanter sein.

Genau deshalb bringt die Frage „Lohnt sich Fahrradleasing?“ allein nicht viel.

Die bessere Frage lautet:

„Lohnt sich dieses Leasingangebot mit diesen Konditionen für exakt dieses Rad für mich?“

Für wen kann sich Fahrradleasing besonders lohnen?

Leasing kann interessant sein, wenn du ohnehin ein hochwertiges Rad möchtest, es regelmäßig nutzt und dein Arbeitgeber sich an den Kosten beteiligt.

Auch ein gutes Versicherungs-, Wartungs- und Servicepaket kann ein Argument sein – besonders wenn du häufig fährst, dein Dienstfahrrad für den Arbeitsweg nutzt und eine passende Werkstatt gut erreichbar ist.

Anders sieht es möglicherweise aus, wenn dein Wunschrad beim Direktkauf stark reduziert ist, du maximale Freiheit bei Umbauten möchtest oder dich nicht über mehrere Jahre an einen Vertrag binden willst.

Und genau deshalb würde ich es genauso machen wie bei vielen größeren Anschaffungen:

Pro-und-Contra-Liste schreiben.

  • Was kostet das Leasing wirklich?

  • Was kostet der Direktkauf?

  • Wie hoch ist der Zuschuss deines Arbeitgebers?

  • Wie sieht deine Nettobelastung aus?

  • Welche Leistungen bekommst du?

  • Wie viel Aufwand hast du?

  • Was passiert bei einem Jobwechsel?

  • Und welche Konditionen gelten am Ende der Laufzeit?

Wir können dir erklären, welche Punkte wichtig sind, gemeinsam mit dir hinschauen und dich bei deinem Wunschrad beraten.

Die Entscheidung können – und wollen – wir dir aber nicht abnehmen.

"Die beste Leasingrate bringt dir nix, wenn dein Fahrrad dann gar nicht zu dir und deinem Leben passt."

Lisa Augustin

Little Reminder

Kann sich lohnen, muss es nicht.

Mehr bleibt da eigentlich nicht zu sagen außer:

Egal ob Leasing oder nicht: Wir würden dir immer empfehlen, dich fürs Zweirad zu entscheiden. Weil wir Fahrräder lieben. Alle. Egal ob groß, klein, praktisch, sportlich oder speziell.

Mehr über die Autorin

Ein Portrait von Lisa Augustin im Fahrradtrikot - Fahrradbloggerin, Radfahrerin und Genussbikerin.

Lisa Augustin

Genussbikerin

Ich bin Lisa Augustin aus dem Schwabenländle, 32 Jahre jung, und ohne Kaffee läuft hier gar nichts. Früher Softwareentwicklerin, heute SEO-Expertin mit eigenem Fahrradblog (LisasBunteWelt). Ich fahre alles mit Pedalen – ob Rennrad, Gravelbike, Hardtail, Fully oder Indoor auf der smarten Rolle – einfach, weil es mir Spaß macht und ich beim Radfahren so viel von der Welt sehe. Bikepackingtrips und Fahrradurlaube gehören für mich genauso dazu wie kleine Feierabendrunden und Fahrten zur Eisdiele.


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*Preise inkl. MwSt., zzgl. Versandkosten, Rabattaktion gültig auf den UVP, auch auf Leasingräder. Preise in unseren Filialen können ggf. abweichen. Technische Änderungen, Irrtümer und Schreibfehler vorbehalten. Nicht kombinierbar mit anderen Aktionen & Rabatten. Nur solange der Vorrat reicht. Ausgenommen Orbea, Tenways, Riese&Müller, Velo de Ville & UTO. Ein Angebot von: Little John Bikes GmbH, Heidestraße 3, 01127 Dresden 0% Finanzierung gilt auf alle Bikes bei 12 Monaten Laufzeit. Bonität vorausgesetzt. Finanzierungen ab 100 € Kaufpreis möglich. Alle Finanzierungen erfolgen über unseren Partner: Darlehensgeber: Targobank AG & Co. KGaA in Düsseldorf, Kasernenstraße 10, 40213 Düsseldorf.

** Kostenlose Inspektion gültig im Zeitraum von Oktober bis Februar für bei Little John Bikes gekaufte Neuräder oder Inhaber der Velocard Kundenkarte.

¹ Bei diesem Streichpreis handelt es sich um die unverbindliche Preisempfehlung des Herstellers (UVP). Technische Änderungen, Irrtümer und Schreibfehler vorbehalten. Nur solange der Vorrat reicht.​ Versandkosten bei Bestellung mit Warenlieferung, nicht bei Filialabholung.