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Was ist ein Gravelbike? Dein Fahrrad für Asphalt und Schotter

Der Asphalt hört auf. Deine Runde noch lange nicht.

Ein Portrait von Lisa Augustin im Fahrradtrikot - Fahrradbloggerin, Radfahrerin und Genussbikerin.

Lisa Augustin

Genussbikerin

Zuletzt geändert:19.10.26

Ein goldfarbenes Gravelbike der Marke Trek steht auf einem schottrigen Pfad im Grasland, während die Sonne im blauen Himmel scheint.

Was ist ein Gravelbike? Ein Fahrrad mit Rennlenker, das für Asphalt und Schotter gleichermaßen gebaut ist. Es verbindet die sportliche Haltung eines Rennrads mit breiten Reifen (meist 38–50 mm), Scheibenbremsen und einer entspannteren Geometrie. Damit fährst du flott auf der Straße und sicher auf Feld-, Wald- und Schotterwegen.

Du hast den Begriff schon zigmal gehört: auf Instagram, in der Kaffeeküche, beim Kumpel mit den schlammigen Waden. Aber was ist ein Gravelbike eigentlich genau? Hier bekommst du den Überblick. Woher es kommt, woran du es erkennst, wo es glänzt und wo nicht. Und für wen es passt. Kein Datenblatt, versprochen. Wenn du danach tiefer einsteigen willst, findest du im Gravelbike-Ratgeber alles rund ums Thema an einem Ort.

Kurz erklärt: Ein Gravelbike ist ein sportliches Fahrrad für Strecken mit wechselndem Untergrund. Typisch sind ein Rennlenker, breite Reifen und Scheibenbremsen. Damit kannst du Asphalt, feste Schotterwege und gut fahrbare Waldwege auf einer Tour verbinden. Wie sportlich oder komfortabel es sich fährt, hängt vom Modell und seiner Einstellung ab.

Wo kommt das Gravelbike her?

Der Name kommt vom englischen Wort für Schotter: „Gravel“. Ein Gravelbike ist also wörtlich ein Schotterrad. Klingt unspektakulär, trifft's aber ziemlich gut.

Geprägt wurde die heutige Gravel-Szene vor allem von langen Fahrten auf den Schotterstraßen der USA. Dafür nutzten Radfahrer zunächst unter anderem Rennräder, Cyclocrosser und Tourenräder. Daraus entwickelte sich eine eigene Fahrradkategorie: sportlich unterwegs sein, ohne die Route auf glatten Asphalt beschränken zu müssen.

Gravelbikes gibt es inzwischen in vielen Varianten, zum Beispiel von  Trek über Cannondale und FOCUS bis Raymon.

Gravelbike fährt über Schotter in einer grünen Landschaft.

"Ich habe neben meinem Hardtail und meinem Rennrad auch ein Gravelbike. Für mich ist das Gravelbike der Allrounder."

Lisa Augustin

Woran erkennst du ein Gravelbike?

Auf den ersten Blick sieht ein Gravelbike aus wie ein Rennrad. Auf den zweiten merkst du: Da ist einiges anders.

  1. Lenker: mehrere Griffe für lange Strecken. Typisch ist der nach unten gebogene Rennlenker, auch Dropbar genannt. Du kannst oben, an den Bremsgriffen oder unten greifen und deine Haltung verändern. Viele Gravel-Lenker haben „Flare“: nach außen ausgestellte Unterlenker, die dir im Gelände mehr Kontrolle geben können. Nicht jedes Modell hat das. Wenn du vom geraden Lenker kommst, probier besonders aus, wie gut du die Bremshebel erreichst.

  2. Reifenbreite: Platz für Schotter. Häufig liegen Gravelreifen ungefähr zwischen 38 und 50 mm; je nach Fahrrad sind auch schmalere oder breitere Varianten möglich. Viel Asphalt und feste Wege? Dann passt oft ein feineres Profil. Viel loser oder gröberer Untergrund? Dann können mehr Volumen und ausgeprägtere Stollen sinnvoll sein. Breite Reifen können mit passend gewähltem Luftdruck Unebenheiten besser abfedern. Entscheidend sind auch Profil, Reifenaufbau und Luftdruck. Die Reifen müssen zu Felge, Rahmen und Gabel passen – breiter geht nicht beliebig.

  3. Scheibenbremsen: gut dosiert verzögern. Sie gehören bei Gravelbikes zum Standard und funktionieren auch bei wechselndem Wetter gut. Wie viel Grip du beim Bremsen hast, bestimmen aber weiterhin Reifen und Untergrund. Auf losem Schotter hilft also auch die beste Bremse nicht gegen zu viel Tempo.

  4. Sitzposition: sportlich, aber nicht immer tief geduckt. Auf vielen Gravelbikes sitzt du weniger gestreckt als auf einem Race-Rennrad, aber meist sportlicher als auf einem City- oder Trekkingrad. Ein Race-Gravelbike kann allerdings ziemlich tief ausfallen, ein Tourenmodell entspannter. Die Grenzen zum komfortablen Endurance-Rennrad sind fließend. Ob du dich wohlfühlst, hängt von Rahmengröße, Geometrie und der Einstellung von Sattel und Lenker ab. „Gravel“ auf dem Rahmen ist noch keine Komfortgarantie.

  5. Jede Menge Befestigungspunkte. Für Gepäckträger, Schutzbleche, Flaschenhalter und Taschen. Damit wird aus der Feierabendrunde schnell ein Bikepacking-Wochenende. Prüfe beim jeweiligen Rad, was montiert werden darf – besonders sportliche Modelle haben oft weniger Aufnahmen.

Ein Blick auf die schwarzen Blade Lenker eines weißen Gravelbikes mit der Marke Raymon, das auf grünem Rasen steht.

Dazu kommt meist eine Schaltung mit kleineren Gängen als am Rennrad, oft mit nur einem Kettenblatt vorn. Das erleichtert Anstiege, gerade mit Gepäck. Ob du eine steile Schotterrampe hochkommst, hängt trotzdem auch von Kraft, Fahrtechnik und Grip ab. Wie viele Spielarten es davon gibt, vom leichten Racer bis zum Lastesel fürs Bikepacking, zeigt dir der Artikel Welcher Gravel-Typ bist du?

Gut zu wissen: Mit anderen Reifen kannst du den Charakter deines Gravelbikes deutlich verändern. Ein schnell rollendes Profil passt zu straßenlastigen Touren, mehr Profil zu lockerem Untergrund. Ein grober Reifen macht aus dem Gravelbike allerdings noch kein Mountainbike.

Welche Strecken und Einsatzbereiche passen zum Gravelbike?

Seine Stärke sind gemischte Strecken: erst über den Radweg aus der Stadt, dann auf einen festen Feldweg und über Schotter zurück. Auch längere Pendelstrecken, sportliche Feierabendrunden und Touren mit Gepäck passen dazu. Für den Alltag braucht dein Fahrrad die passende Ausstattung; Licht und Schutzbleche sind nicht bei jedem Modell schon dran.

Untergrund

Gravelbike

Kurz gesagt

Asphalt

gut

Flott unterwegs; Tempo hängt auch von Bereifung und Sitzposition ab

Feste Schotter- und Feldwege

sehr gut

Typischer Einsatzbereich, auch für längere Touren

Waldwege mit Wurzeln

abhängig vom Weg

Auf leichten Passagen möglich; Nässe und viele Wurzeln machen es anspruchsvoller

Technische Trails und Sprünge

meist MTB-Terrain

Ein für die Strecke geeignetes MTB bietet mehr Reserven

Asphalt? Kann es. Schotter? Liebt es. Verblockter Trail? Da sagt es irgendwann freundlich Nein. Und das ist auch völlig okay.

Du musst deine Tour also nicht auf einen einzigen Untergrund festlegen. Eine Runde mit Asphalt, festem Schotter und gut fahrbaren Waldwegen ist ein guter Einstieg. „Waldweg“ sagt allerdings wenig über die Schwierigkeit: Zwischen breitem Forstweg und nassem Wurzelpfad liegen Welten. Plane nach dem tatsächlichen Zustand und nutze Wege, auf denen Radfahren erlaubt ist. Und ob du unterwegs auf Tempo fährst oder am Bäcker pausierst, entscheidest du. Beides zählt.

"Ich nutze mein Gravelbike vorwiegend für entspannte Touren oder für's Bikepacking"

Lisa Augustin

Gravelbike und andere Fahrradtypen im Vergleich

Rennrad: auf Tempo auf Asphalt ausgelegt. Meist schmalere, wenig profilierte Reifen und weniger Reserven für gröbere Wege. Beim Gravelbike bekommst du mehr Reifenfreiheit und Vielseitigkeit. Wie unterschiedlich du sitzt, hängt von den konkreten Modellen ab.

Mountainbike (MTB): für anspruchsvolleres Gelände gebaut. Breite Stollenreifen, ein breiter, meist gerader Lenker und typischerweise eine Federgabel helfen auf Wurzeln und Steinen. Ein Hardtail ist vorne gefedert, ein Fully zusätzlich hinten. Viele Gravelbikes haben dagegen eine starre Gabel. Für technische Trails ist das MTB meist die passendere Wahl.

Trekking- und Citybike: stärker auf Alltag, Übersicht und eine aufrechtere Haltung ausgerichtet. Licht, Schutzbleche und Gepäckträger sind häufig schon dabei. Ein Gravelbike passt eher, wenn du bewusst sportlich sitzen und längere Strecken mit wechselndem Untergrund fahren möchtest.

Cyclocross-Rad: optisch nah am Gravelbike, aber ursprünglich für kurze Querfeldein-Rennen entwickelt. Ein Gravelbike ist häufig vielseitiger für längere Touren und Gepäck ausgelegt. Auch hier lohnt der Blick aufs Modell statt nur auf den Kategorienamen.

Eine Frau in Helm und Sonnenbrille steht lächelnd in einem Fahrradgeschäft neben einem schwarzen Gravelbike. Im Hintergrund hängt ein großes Wandbanner mit dem Logo Gravelland.

Gravelland: Wir haben mehr als 5 Gravelbikes im Angebot!

In Dresden gibt es genau dafür jetzt einen neuen Ort: das Gravelland von Little John Bikes.

Hier geht es nicht nur um Bikes, sondern um das gesamte Thema Gravel:

  • Bikes für Straße, Schotter und Offroad

  • große Auswahl von verschiedenen Herstellern

  • Beratung, die auf deinen Einsatzbereich eingeht

Der Fokus liegt darauf, Unterschiede erlebbar zu machen – nicht nur erklärbar.

Wie schnell ist ein Gravelbike?

Auf glattem Asphalt ist ein Rennrad bei vergleichbarer Anstrengung häufig schneller: Sitzposition und Bereifung sind stärker auf Tempo ausgerichtet. Gegenüber einem grob bereiften MTB rollt ein Gravelbike dort meist zügiger. Auf ruppigen Trails kann sich das umdrehen, weil du mit dem Mountainbike mehr Kontrolle und Federung hast.

Eine feste Durchschnittsgeschwindigkeit wäre trotzdem geraten. Fitness, Wind, Steigungen, Gepäck und Untergrund machen einen großen Unterschied. Auch „schmaler Reifen = schneller“ greift zu kurz. Für dich zählt, wie gut das Gesamtpaket zu deinen Strecken passt. Der Gravel-Vorteil: Du kannst flott Strecke machen und die Schotterabkürzung trotzdem mitnehmen.

Nahaufnahme der Hinterachse eines weißen Gravelbikes mit schwarzen Zinken, Zahnrad und Kettenschaltung auf grünem Rasen im Hintergrund.

Für wen passt ein Gravelbike?

Ein Gravelbike passt zu dir, wenn du ...

  • ein Bike für viele Zwecke suchst, vom Arbeitsweg bis zur Wochenendtour

  • gern sportlich fährst, aber nicht verbissen

  • auch mal den Asphalt verlassen willst

  • Bock auf Touren mit Gepäck hast

Und wann eher nicht? Wenn du vor allem aufrecht durch die Stadt rollen und Einkäufe transportieren willst, schau dir auch Trekking- und Citybikes an. Sind technische Trails mit vielen Wurzeln und Steinen dein Lieblingsrevier, passt meist ein MTB besser. Und wenn dich vor allem Bestzeiten auf Asphalt reizen, ist ein Rennrad einen Vergleich wert. Sagen wir dir lieber jetzt als nach dem Kauf.

Ein weißes Ternion Gravelbike steht auf grünem Rasen mit Blumen vor einem dichten Laubbaum.

Du schwankst zwischen zwei Rädern? Die Vergleiche haben wir uns einzeln vorgeknöpft:

Übrigens: Gravelbikes gibt's auch mit dezentem Motor. Mehr dazu im Artikel zum E-Gravelbike.

Little Reminder

Ein Gravelbike passt gut, wenn deine Touren nicht am Ende des Asphalts aufhören sollen. Wichtig sind die Strecken, die du wirklich fährst, passende Reifen und eine Sitzposition, auf der du dich wohlfühlst. Wenn du dich hier wiedererkennst, check als Nächstes, welcher Gravel-Typ du bist.

Am besten verstehst du's auf dem Sattel. Komm zur Probefahrt in eine unserer Filialen oder ins Gravelland in Dresden-Mickten. Fährt sich gut an.

Mehr über die Autorin

Ein Portrait von Lisa Augustin im Fahrradtrikot - Fahrradbloggerin, Radfahrerin und Genussbikerin.

Lisa Augustin

Genussbikerin

Ich bin Lisa Augustin aus dem Schwabenländle, 32 Jahre jung, und ohne Kaffee läuft hier gar nichts. Früher Softwareentwicklerin, heute SEO-Expertin mit eigenem Fahrradblog (LisasBunteWelt). Ich fahre alles mit Pedalen – ob Rennrad, Gravelbike, Hardtail, Fully oder Indoor auf der smarten Rolle – einfach, weil es mir Spaß macht und ich beim Radfahren so viel von der Welt sehe. Bikepackingtrips und Fahrradurlaube gehören für mich genauso dazu wie kleine Feierabendrunden und Fahrten zur Eisdiele.


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*Preise inkl. MwSt., zzgl. Versandkosten, Rabattaktion gültig auf den UVP, auch auf Leasingräder. Preise in unseren Filialen können ggf. abweichen. Technische Änderungen, Irrtümer und Schreibfehler vorbehalten. Nicht kombinierbar mit anderen Aktionen & Rabatten. Nur solange der Vorrat reicht. Ausgenommen die Marke Orbea. Ein Angebot von: Little John Bikes GmbH, Heidestraße 3, 01127 Dresden 0% Finanzierung gilt auf alle Bikes bei 12 Monaten Laufzeit. Bonität vorausgesetzt. Finanzierungen ab 100 € Kaufpreis möglich. Alle Finanzierungen erfolgen über unseren Partner: Darlehensgeber: Targobank AG & Co. KGaA in Düsseldorf, Kasernenstraße 10, 40213 Düsseldorf.

** Kostenlose Inspektion gültig im Zeitraum von Oktober bis Februar für bei Little John Bikes gekaufte Neuräder oder Inhaber der Velocard Kundenkarte.

¹ Bei diesem Streichpreis handelt es sich um die unverbindliche Preisempfehlung des Herstellers (UVP). Technische Änderungen, Irrtümer und Schreibfehler vorbehalten. Nur solange der Vorrat reicht.​ Versandkosten bei Bestellung mit Warenlieferung, nicht bei Filialabholung.