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Sichtbar & sicher im Herbst auf dem Fahrrad

Der Herbst kann alles: Sonne, Regen, Nebel. Du und dein Bike sollten das auch können.

Ein Portrait von Lisa Augustin im Fahrradtrikot - Fahrradbloggerin, Radfahrerin und Genussbikerin.

Lisa Augustin

Genussbikerin

Zuletzt geändert:12.10.26

Radfahrerin im Herbst auf dem Rennrad mit einer gelb-schwarzen sichtbaren Jacke.

Ich erinnere mich noch gut an eine meiner ersten Radfahrten im Herbst: Ich saß gerade mal 5 Minuten auf dem Rad (Mountainbike mit fetten Reifen), fuhr einen leichten Berg runter und bin auf eine Holzbrücke voller Laub abgebogen. Ich kann heute noch spüren, wie es mir die Räder weggezogen hat. Im Herbst reicht ein kurzer Moment der Unachtsamkeit. Seitdem schaue ich immer auf Licht, Sichtbarkeit, angepasste Geschwindigkeit und darauf, dass das Bike auch wirklich funktioniert.

Denn eins ist klar: Viele Unfälle im Herbst sind vermeidbar.

Warum der Herbst für Radfahrer gefährlich ist

  • Früher dunkel: Die Tage werden kürzer. Eine gemütliche Feierabendrunde endet schneller im Dunkeln, als du denkst.

  • Schlechtere Sicht: Nebel, Regen und tief stehende Sonne erschweren dir und anderen die Sicht im Straßenverkehr.

  • Rutschige Straßen und Radwege: Nasses Laub, Holzbrücken, Kanaldeckel und Fahrbahnmarkierungen können zur Rutschpartie werden.

  • Versteckte Hindernisse: Unter Laub oder in Pfützen erkennst du Schlaglöcher und Unebenheiten oft erst spät.

  • Wechselnde Temperaturen: Morgens Kälte, mittags Sonne – und bei ersten frostigen Nächten können Wege stellenweise glatt sein.

Auch auf deiner Hausrunde gilt deshalb: Vertraute Strecke heißt nicht vertraute Bedingungen. Passe deine Fahrweise dem Wetter an und sorg dafür, dass du gut siehst und gesehen wirst.

„Wenn du schnell nach Hause radeln musst, weil du dein Licht vergessen und nicht damit gerechnet hast, dass es schon dunkel wird… dann ist der Herbst schon da.“

Lisa Augustin

Deshalb gilt: Sichtbarkeit + Technik + vorsichtiges Fahren = bessere Sicherheit.

So machst du dich und dein Fahrrad sichtbarer

„Ich bin vor der Dunkelheit zurück“ ist im Herbst nicht immer möglich. Das weiß ich aus eigener Erfahrung. Eine Pause, ein kleiner Umweg oder ein platter Reifen – und schon wird aus der Nachmittagsrunde eine Fahrt im Dunkeln.

Eine funktionierende Fahrradbeleuchtung ist sogar gesetzlich vorgeschrieben. Bei Dämmerung, Dunkelheit und entsprechend schlechten Sichtverhältnissen muss sie einsatzbereit sein. Was genau vorgeschrieben ist, erklärt der ADFC zur Beleuchtung am Fahrrad.

Frontlicht

Vorne brauchst du weißes Licht, das deinen Weg gleichmäßig ausleuchtet. Achte beim Kauf auf eine für den Straßenverkehr zugelassene Lampe. Du erkennst sie am Prüfzeichen mit Wellenlinie, „K“ und Nummer.

Wie viel Licht du brauchst, hängt auch von deiner Strecke ab: Ein beleuchteter Weg durch die Stadt stellt andere Anforderungen als eine dunkle Strecke über Land. Richte den Scheinwerfer nach Herstelleranleitung aus, damit du ausreichend siehst und den Gegenverkehr nicht blendest.

Tipp: Die Lampe nicht zu hoch einstellen. Das blendet andere und bringt dir selbst wenig. Der Lichtkegel sollte den Boden etwa fünf bis zehn Meter vor dir ausleuchten.

Radfahrer hält in den Händen ein leuchtendes Fahrradlicht und ein Reflektor, während er neben einem hellblauen Rennrad steht, umgeben von Herbstlaub.

Rücklicht

Das rote Rücklicht sehe ich während der Fahrt selbst kaum. Umso wichtiger ist der kurze Check vor dem Losfahren: Leuchtet es, sitzt es fest und ist der Akku ausreichend geladen?

Ich nutze ein Rücklicht mit integriertem Radar, das mich auf Fahrzeuge von hinten aufmerksam macht. Eine hilfreiche Ergänzung – den eigenen Blick auf den Verkehr und den Schulterblick ersetzt es nicht.

Tipp: Prüfe außerdem, ob Jacke, Tasche oder Gepäck das Licht verdecken. Und gönn beiden Lampen nach einer dreckigen Fahrt einen Wisch.

Reflektoren

Zu einem verkehrssicher ausgestatteten Fahrrad gehören auch die vorgeschriebenen Reflektoren vorn, hinten, an den Pedalen und seitlich an den Laufrädern. Ich hab zum Beispiel Reflektoren, die man auf die Speichen stecken kann. Sieht etwas cooler aus, als die herkömmlichen Katzenaugen.

Reflektierende Details an Kleidung, Schuhen oder Taschen ergänzen die Reflektoren am Fahrrad.

Eine Warnweste kann dich zusätzlich auffälliger machen. Eine allgemeine Warnwestenpflicht für Radfahrer gibt es in Deutschland aber nicht. Und auch gut sichtbare Kleidung ersetzt keine Fahrradbeleuchtung.

Ein rot leuchtender Reflektor an einem Fahrradrahmen neben einem Reifen mit sichtbaren Herbstlaubresten.

Tipp: Es gibt auch Reflektoren zum Aufnähen, Aufkleben oder Nachrüsten in verschiedensten Formen und Größen.

Technik & Wartung im Herbst

  • Bremsen: Bei Nässe ist der Bremsweg länger. Wenn deine Bremsbeläge schon dünn sind, kannst du schnell in eine gefährliche Situation kommen.

  • Werkstattcheck: Ein kurzer Check am Rahmen, an den Schrauben, an der Beleuchtungsanlage kann viele kleine Schwachstellen aufdecken.

  • Reifen: Genug Profil = mehr Grip. Weniger Luft = mehr Grip. Gerade bei feuchtem Laub oder schmutzigen Wegen kann das den Unterschied machen. Und es ist auch nicht verkehrt, im Herbst breitere Reifen aufs Rennrad oder aufs Gravelbike zu ziehen.

Ich fahre zum Beispiel im Herbst auf meinem Rennrad nur noch 30er-Reifen und senke den Luftdruck.

Lisa Augustin

Eine fahrradfahrende Frau in gelber Weste und Helm fährt auf einem hellgrünen Bianchi-Roadbike eine asphaltierte Straße entlang. Der Hintergrund zeigt einen dichten Wald mit gelb gefärbtem Herbstlaub unter blauem Himmel.

Immer schön vorsichtig und vorausschauend fahren

Ein technisch gutes Fahrrad nimmt dir die Entscheidung über das passende Tempo nicht ab. Gerade bei Nässe hilft eine ruhige, vorausschauende Fahrweise:

  • Vor Kurven langsamer werden. Vermeide auf rutschigem Untergrund abrupte Brems- und Lenkbewegungen.

  • Mehr Abstand lassen. So bleibt Zeit zum Reagieren, wenn jemand vor dir bremst.

  • Laub und Pfützen vorsichtig einschätzen. Darunter können sich Unebenheiten oder Schlaglöcher verstecken.

  • Den Blick weiter nach vorne richten. So erkennst du Hindernisse und Veränderungen des Untergrunds früher.

  • Bei unklaren Bedingungen Tempo rausnehmen. Wird eine Passage zu unsicher, halte vorher an und schiebe.

Und wenn du selbst gegen die tief stehende Sonne kaum etwas erkennst, rechne damit, dass es anderen ähnlich geht. Gute Sichtbarkeit hilft – gegenseitige Rücksicht bleibt trotzdem nötig.

Eine Frau in sportlicher Kleidung lehnt ihr hellblaues Bianchi-Fahrrad an einem Baumstamm ab. Sie trägt einen Helm und eine gelbe Weste über einem schwarzen Trikot. Der Radfahrer steht auf einem Waldweg, umgeben von vielen gelben Herbstlaubblättern.

Dein Beitrag zur Sicherheit

Sichtbar bleiben heißt sicher fahren. Gerade jetzt im Herbst, wenn es früher dunkel wird und die Wege feucht sind, zahlt sich eine gute Vorbereitung aus. Ein kurzer Licht- und Bremsencheck reicht oft schon, um unangenehme Überraschungen zu vermeiden. Und wenn du in die Dunkelheit fährst, dann ist reflektierende Kleidung oder sogar eine Warnweste Pflicht. Die gibt’s übrigens sogar in Schick und von der Stylepolizei abgesegnet. 

Wenn du dir unsicher bist, ob alles an deinem Rad passt, komm einfach vorbei – wir schauen drüber. Mit der VeloCard bekommst du bei Little John Bikes von Oktober bis Februar eine kostenlose Inspektion – ideal, um Licht, Bremsen und Reifen sicher durch den Herbst zu bringen.

Little Reminder

Der Herbst hat richtig schöne Radtage zu bieten. Mit funktionierendem Licht, passender Kleidung, gepflegter Technik und etwas mehr Ruhe unterwegs kannst du sie genießen.

Mein persönlicher Reminder bleibt trotzdem: Eine Holzbrücke voller Laub ist kein Ort, um herauszufinden, wie gut die Reifen wirklich sind.

Mehr über die Autorin

Ein Portrait von Lisa Augustin im Fahrradtrikot - Fahrradbloggerin, Radfahrerin und Genussbikerin.

Lisa Augustin

Genussbikerin

Ich bin Lisa Augustin aus dem Schwabenländle, 32 Jahre jung, und ohne Kaffee läuft hier gar nichts. Früher Softwareentwicklerin, heute SEO-Expertin mit eigenem Fahrradblog (LisasBunteWelt). Ich fahre alles mit Pedalen – ob Rennrad, Gravelbike, Hardtail, Fully oder Indoor auf der smarten Rolle – einfach, weil es mir Spaß macht und ich beim Radfahren so viel von der Welt sehe. Bikepackingtrips und Fahrradurlaube gehören für mich genauso dazu wie kleine Feierabendrunden und Fahrten zur Eisdiele.


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** Kostenlose Inspektion gültig im Zeitraum von Oktober bis Februar für bei Little John Bikes gekaufte Neuräder oder Inhaber der Velocard Kundenkarte.

¹ Bei diesem Streichpreis handelt es sich um die unverbindliche Preisempfehlung des Herstellers (UVP). Technische Änderungen, Irrtümer und Schreibfehler vorbehalten. Nur solange der Vorrat reicht.​ Versandkosten bei Bestellung mit Warenlieferung, nicht bei Filialabholung.