Fahrrad vor Diebstahl schützen
So bleibt dein Fahrrad dort, wo es hingehört – bei dir.
Lisa Augustin
Genussbikerin
Zuletzt geändert:03.02.26
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Fahrräder sind in den letzten Jahren echte Wertanlagen geworden. Egal ob E-Bike, Mountainbike oder Gravelbike … Sie kosten richtig Geld und sind damit ein attraktives Ziel für Diebe.
Viele Diebstähle passieren innerhalb weniger Sekunden, oft direkt vor Geschäften oder am Arbeitsplatz. Gerade wenn du dein Rad täglich nutzt, willst du sicher sein, dass es auch noch dort steht, wo du es vorhin abgestellt hast. Aber kannst du dir da überhaupt sicher sein?
Viele Tests (und auch die Realität) haben gezeigt, dass fast kein Fahrrad “unklaubar” ist. Aber mit ein paar durchdachten Maßnahmen kannst du dein Bike deutlich besser schützen und es für Diebe unattraktiver machen. Oder es dir im Fall der Fälle sogar wieder zurückholen.
Zwischen Schlössern, Codierung & smarter Parkplatzwahl
Fahrradschlösser im Überblick
Ein Fahrradschloss ist nicht gleich ein Fahrradschloss. Je nach Einsatzzweck, Fahrradtyp und Sicherheitsbedarf unterscheiden sich die Modelle deutlich. Wichtigster Grundsatz: Anschließen statt nur abschließen. Also immer an einem festen Objekt sichern. Denn sonst kann dein Fahrrad einfach davongetragen werden. Soll auch schon vorgekommen sein.
>> Bügelschloss
Der Sicherheitsklassiker. Extrem stabil, sehr schnitt- und hebelfest, ideal für hochwertige Bikes und tägliche Nutzung.
Nachteil: etwas schwerer und weniger flexibel. Passt nicht um jeden Laternenmasten.

>> Kettenschloss
Flexibel einsetzbar und je nach Stahlgüte sehr sicher. Perfekt, wenn du dein Rad an breiten oder ungewöhnlich geformten Objekten sichern musst. Etwas schwerer, aber vielseitig. Am besten mit einer Textilummantelung kaufen, um Rahmen und Komponenten zu schonen.

>> Faltschloss
Kompakte Lösung mit guter Sicherheit. Lässt sich einfach transportieren und bietet eine solide Widerstandsfähigkeit. Ideal für Stadtfahrten und Pendelstrecken.

>> Kabel- oder Spiralschloss
Leicht, flexibel – aber nur als Zusatzschutz geeignet. Für Profis schnell zu durchtrennen. Gut, um Laufräder oder Zubehör zusätzlich zu sichern.

>> Textilschloss
Eine innovative Schlosslösung aus Hightech-Fasern mit gehärteten Metallkomponenten im Inneren (z.B. von tex-lock). Nicht besonders leicht, dafür aber flexibel, sicher und rahmenschonend.

>> Rahmenschloss
Fest am Rad montiert (oft schon bei Pedelecs oder Citybikes), praktisch für kurze Stopps. Blockiert das Hinterrad, bietet alleine aber keinen ausreichenden Schutz. Immer mit einem zweiten Schloss kombinieren, sonst kann der Fahrraddieb das Fahrrad einfach davontragen.
>> Smarte Schlösser
Öffnen per App oder Fingerabdruck, oft mit Alarm oder Bewegungssensor. Praktisch, aber je nach Modell technisch angreifbar. Deshalb immer zusammen mit einem mechanischen Schloss nutzen.

"Je mehr Zeit der Dieb benötigt, desto schneller sucht er sich ein anderes Fahrrad."
Lisa
Fahrrad richtig anschließen
Ja. Es geht auch falsch.
Ein stabiles Bügel- oder Panzerkabelschloss aus gehärtetem Spezialstahl wäre schon mal eine gute Basis. Wichtig ist dabei wirklich die Verarbeitung des Stahls. Eine einfache, günstige Baumarktkette wird viel schneller geknackt, als gehärteter Stahl.
Der Verband der Schadenverhütung empfiehlt geprüfte Schlösser mit hochwertigen Schließsystemen. Viele Fachleute raten sogar dazu, zwei Schlösser zu kombinieren, weil Diebe oft nur Werkzeug für eine Schlossart dabei haben und man so gegebenenfalls mehrere Komponenten gleichzeitig schützen kann.
Merke: Immer Schloss + Rahmen + festes Hindernis verbinden.
Ein einfaches Ringschloss reicht selten aus. Wenn du Schnellspanner hast: Vorderrad mitanschließen oder separat sichern.
Codierung, Registrierung & Kennzeichnung
Ein codiertes oder registriertes Fahrrad ist für Diebe weniger attraktiv. Ob Rahmennummer, Chip oder Aufkleber – je schwerer ein Rad weiterzuverkaufen ist, desto besser. Eine Registrierung (z. B. über Fahrradpass oder kommunale Angebote) erleichtert der Polizei die Zuordnung im Ernstfall.
Doch Butter bei die Fische: Ein Dieb schaut beim Diebstahl nicht unbedingt auf Codierung. Aber individuellere Fahrräder lassen sich schwerer weiterverkaufen und werden daher gerne mal stehen gelassen.
Bunte, auffällige Fahrräder sind auch nicht so attraktiv für Diebe wie Standard-Zweiräder in den handelsüblichen Farben, weil sie einen zu hohen Wiedererkennungswert haben.
Ich habe zum Beispiel an all meinen Fahrrädern Aufkleber mit meinem Namen dran.
Lisa
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Parkplatzwahl: Es ist NICHT egal, wo du dein Rad abstellst
Wähle belebte, gut beleuchtete Orte. Dunkle Ecken bieten perfekte Bedingungen für Diebe. Und: Wechsel deinen Abstellort ruhig regelmäßig. Routinen erleichtern es Kriminellen, dein Fahrrad zu stehlen.
Du kannst deinen nächsten Shopping-Trip auch mit der Inspektion verknüpfen. Dann kannst du dein Fahrrad so lange bei ljB parken und bekommst es frisch gewartet wieder zurück. 
Moderne Sicherheit: GPS, Alarm & Versicherung
Bei hochwertigen Rädern, wie zum Beispiel E-Bikes oder Carbonrädern, lohnt sich zusätzliche Technik. GPS-Tracker, Alarmfunktionen oder smarte Schlösser können im Ernstfall wirklich helfen. Eine passende Versicherung (z. B. über die Hausrat oder als spezielle Fahrradversicherung) lässt dich ruhiger schlafen.
Apple AirTag und andere GPS-Tracker
Was deinen Schlüssel finden kann, kann auch dein Fahrrad finden. Ist doch logisch, oder?
Mittlerweile gibt es viele tolle Verstecke für AirTags und GPS-Tracker am Fahrrad. Egal ob im Tubelessventil, im Flaschenhalter oder im Rahmen versteckt. Blöd nur, wenn der Dieb irgendwann gewarnt wird, dass sich ein GPS-Tracker mit ihm bewegt. Und das passiert nach relativ kurzer Zeit schon. Weil die Gesetze das so verlangen.
"Ich hab nämlich selbst einen AirTag an meinem Fahrrad verbaut, und sobald ich mit Freunden eine Tour fahre, werden die benachrichtigt."
Lisa
IT’S MY BIKE: Smarter GPS-Schutz bei Little John Bikes
Wenn du dir zusätzlichen Schutz wünschst, bieten wir dir bei Little John Bikes auch GPS-Tracker von IT’S MY BIKE an. Das System verfügt über eine integrierte Funktechnologie mit SIM-Karte, läuft drei Jahre ohne Zusatzkosten und ermöglicht im Ernstfall eine genaue Ortung deines Bikes.

Für viele unserer Kunden ist das die ideale Ergänzung zum mechanischen Schloss – besonders bei hochwertigen E-Bikes. Durch unsere Partnerschaft mit IT’S MY BIKE bekommst du den Tracker direkt bei uns in deiner Filiale inklusive Beratung.
Typische Fehler beim Abschließen und wie du sie vermeidest
Nur das Vorderrad sichern: Immer Rahmen + Rad verschließen!
Schloss liegt auf dem Boden: Erleichtert Hebel- und Schneidversuche.
Anschließen statt nur abschließen: Immer an einem feststehenden Ort anschließen, wie zum Beispiel Zäune, Straßenlaternen oder Bäume.
Abstellen in dunklen, ruhigen Bereichen: immer gut einsehbare Orte wählen.
Fehlende Dokumentation: Rahmennummer, Kaufbeleg, Fotos digital sichern – damit du im Zweifelsfall als Besitzer identifiziert werden kannst.
Nur auf smarte Schlösser verlassen: immer klassische Mechanik + Technik kombinieren.

Alltagstipps, die gerne vergessen werden
Zubehör wie Licht, Akku, Taschen oder Sattel mitnehmen.
Bei kurzen Stopps: Rad besser in Sichtweite lassen oder zweites Schloss verwenden.
Fotos von deinem Rad machen (Seriennummer + Besonderheiten).
Räder gemeinsam mit den Rädern von Freunden oder Nachbarn sichern, denn unterschiedliche Schlösser und eine Menge an Fahrrädern erschweren Dieben den Zugriff.
Kombiniere mindestens ein hochwertiges Fahrradschloss mit Codierung, Registrierung und einem sicheren Abstellplatz. Genau diese Kombi macht dein Bike für Diebe am unattraktivsten.
Lisa
Little Reminder: Sicherheit beginnt vor dem Abschließen
Fahrraddiebstahl ist leider Alltag. Insbesondere hochwertige E-Bikes stehen aktuell im Fokus. Mit den richtigen Maßnahmen schützt du dein Rad, deinen Geldbeutel und deine Mobilität.
Und das Beste: Mit einem starken Servicepartner wie Little John Bikes bist du nicht nur beim Kauf, sondern auch lange danach bestens abgesichert. Denn wir wollen, dass dein Fahrrad auch bei dir bleibt. <3
Mehr über die Autorin
Lisa Augustin
Genussbikerin
Ich bin Lisa Augustin aus dem Schwabenländle, 32 Jahre jung, und ohne Kaffee läuft hier gar nichts. Früher Softwareentwicklerin, heute SEO-Expertin mit eigenem Fahrradblog (LisasBunteWelt). Ich fahre alles mit Pedalen – ob Rennrad, Gravelbike, Hardtail, Fully oder Indoor auf der smarten Rolle – einfach, weil es mir Spaß macht und ich beim Radfahren so viel von der Welt sehe. Bikepackingtrips und Fahrradurlaube gehören für mich genauso dazu wie kleine Feierabendrunden und Fahrten zur Eisdiele.

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